Xishuangbanna

Vieles erinnert hier an Südostasien. Kaum spürt man in diesem Tropenparadies etwas vom klassischen, nur wenig vom modernen China, abgesehen von den vor allem in den Wintermonaten zu tausenden einfliegenden chinesischen Touristen. Xishuangbanna liegt im Südwesten der VR China, in der Provinz Yunnan. Mit knapp 20.000 km2 ist Xishuangbanna etwa so groß wie das Bundesland Sachsen. Durch die Region fließt der Mekong, der hier in China noch Lancang heißt. Nicht weit von hier liegt das Goldene Dreieck. Xishuangbanna ist in China das einzige Gebiet, in dem man heute noch große geschlossene Tropenwälder bestaunen kann.
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Vor allem entlang der Flüsse und in den markant ausgebildeten Ebenen wird ein intensiver Reisanbau betrieben. Die lange Tradition des Nassreisanbaus ist eng mit der Geschichte der Dai verbunden. Die Dai, sehr nahe verwandt mit den Thai in Thailand, sind die größte Bevölkerungsgruppe in Xishuangbanna. Aber noch weitere 13! ethnische Gruppen, die vor allem in den Bergen leben, tragen zur großen Vielfalt der Kulturen und Traditionen in Xishuangbanna bei. Zu ihnen zählen auch die Farmer von Banzhang, welche dem Volk der Akha angehören. Die Geschichte der Akha steht, zumindest in den letzten eintausend Jahren, in enger Verbindung mit der Kultivierung von Tee.
 | Im Vergleich zu Reis und Tee hat Naturkautschuk in Xishuangbanna nur eine kurze Historie. Was in den 1950er Jahren mit Rodungen und mit der ersten Anlage von Kautschukplantagen begann, hat sich bis heute zu einem staatlich sanktionierten, das Landschaftsbild dominierenden Wirtschaftszweig entwickelt. |
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